Pressefrühstück mit dem Handelsblatt

Diese Veranstaltung fand statt am Donnerstag 28 November 2013.

Pressefrühstück mit dem Handelsblatt

Key notes

Was sind die Unterschiede zwischen Ihrer jetzigen Tätigkeit und Ihrer Tätigkeit als Auslandskorrespondent in London?

In London habe ich sehr viel geschrieben (ungefähr 80% meiner Arbeit) wohingegen ich in Frankfurt mehr organisatorische Tätigkeiten ausübe. Ich bin dafür zuständig, dass die richtigen Geschichten ausgewählt werden. In Frankfurt habe ich keine bestimmten Themenschwerpunkte, bin aber bei allen großen Themen dabei. Wir arbeiten intensiv mit unseren Auslandskorrespondenten (insbesondere in London, Zürich und New York) zusammen und unseren deutschen Außenbüros zusammen.

PRs in England und Deutschland

• in England lagern Firmen mehr aus und PR ist mehr in den Spin eingebunden

Zusammenarbeit zwischen PRs und Journalisten

• Die beste Zeit, um uns zu kontakieren ist morgens und nach 17Uhr. Von 12-17 Uhr ist das Team sehr eingespannt und unter hohem Zeitdruck.

Formate der Handelsblatt Gruppe

• Printausgabe: ist der Kern der Marke und das Flaggschiff-Produkt der Handelsblatt-Gruppe Tendenz: die Auflage steigt

• Webseite: wird von eigener Redaktion betreut und bietet einen weitgehend kostenlosen Einstieg in die Handelsblatt-Welt

• e-Paper: entspricht 1:1 der Printausgabe; wer ein Printabo hat, bekommt das e-Paper kostenlos dazu

• Live App ‚Handelsblatt Live‘: wird 3 mal pro Tag aktualisiert (um 6 Uhr morgens, um 13 Uhr und um 20 Uhr) die Ausgabe von 20 Uhr wird für die Printausgabe des nächsten Tages verwendet

Ziel und Ausrichtung des Handelsblatts

• der Zeitungsmarkt ist kein Wachstumsmarkt und wir sind auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen

• seit der Einstellung der FTD gibt es gibt keine 100%ige Konkurrenz mehr (Benchmark): es gibt wahrscheinlich keinen Platz in Deutschland für zwei überregional breit aufgestellte Wirtschaftszeitungen

• unser Ziel ist es, Geschichten aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. Die Berichterstattung soll fachlich fundiert sein aber auch spannend und interessant für Leser sein, die sich nicht so gut mit den Fachthemen auskennen.

• Die neue Ausrichtung des Handelsblatts führt zu einer lebendigeren und meinungsfreudigeren Berichterstattung: wir sind aktiver als früher, um den Kontakt zu Lesern zu finden und mit ihnen zu interagieren : „unsere Leser sind mindestens so klug wie die Redakteure“

• Das direkte Feedback unserer Leser ist uns sehr wichtig; der Dialog findet in verschiedenen Formaten statt, z.B. Dinner, Podiumsdiskussioinen und kleinere Diskussionsrunden

• Entstehung einer Story: wir denken nicht in Themen sondern in Geschichten mit Protagonisten. Eine reine Pressestudie genügt oft nicht. Es wäre sehr hilfreich Themen auf verschiedenen Ebenen beleuchten zu können. Dabei wären direkte Kontakte wichtig.

Einfluß von Online und Social Media

• der schnelle Nachrichtenfluss von Social Media kann sehr hilfreich sein, um direkt zu erfahren was wo passiert

• es ist wichtig bei Twitter präsent zu sein: als Zeitung muss eine Marke kreiert werden und man muss sich als Ansprechpartner positionieren

• es geht sehr viel stärker darum eigene Geschichten zu finden (scoop), die nur das Handelsblatt hat, und die noch nicht getwittert wurden (wichtig im Online-Zeitalter)

Die Präsentation finden Sie hier

Sprecher

Michael Maisch

Michael Maisch

Stellvertretender Büroleiter und stellvertretender Ressortleiter Finanzen

Pressefrühstück mit dem Handelsblatt

Allen & Overy LLP
Haus am OpernTurm
Bockenheimer Landstraße 2
60306 Frankfurt am Main

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